Abmahnung vs. Menschenverstand
Mit Jura hab ich es noch nie so gehabt. Deshalb bin ich auch immer wieder entsetzt über die ganzen Abmahnplagen, die so über klein Bloggershausen herfallen.
Was ist eine Abmahnung? Soweit ich das verstanden habe, läuft das so: A fühlt sich auf den Schlips getreten von B. Der Anwalt von A schreibt einen Brief an B in dem steht, dass er 1. sofort und jetzt gleich vom Schlips steigen soll, 2. in Zukunft einen großen Bogen um den Schlips macht und 3. gaaaaaanz viel Geld dafür bezahlen soll, dass er das jetzt verspricht. Weil der Anwalt von A soviel Mühe hatte mit dem Brief. Falls er Punkt 1-3 nicht befolgt, soll B noch mehr Geld bezahlen.
Das heiß aber nicht, dass B wirklich bei A auf dem Schlips stand. Vielleicht hat A gar keinen Schlips. Oder einen auf den man zwangsläufig drauftreten muss. Egal. Denn A hat ja einen Anwalt.
Etwas anders sieht es da bei der Einstweiligen Verfügung aus, denn dabei sagt ein Gericht, dass B ganz schnell vom Schlips runtergehen soll. Das heißt aber immer noch nicht, dass B wirklich darauf stand, sondern nur, dass das Gericht es auf Bitte von A und seinem Anwalt für möglich hält, dass B auf dem Schlips steht oder stand und das deshalb doch bitte in Zukunft vermeiden möge.
Beide Möglichkeiten machen B jede Menge Ärger und Angst, und zwar ohne, dass klar ist, ob er wirklich auf dem Schlips stand. Das ist unfair, unmoralisch und vorallem: geldgierig. Denn gerade mit Abmahnungen lässt sich hübsch was verdienen.
Das so etwas in unserem Rechtssystem möglich ist, will mir nicht in den Kopf. Weil die Gerichte ausgelastet sind, aber immer mehr kleine As sich auf ihre kleinen schmutzigen Schlipse getreten fühlen, dürfen geldgierige Anwälte Abmahnungen verschicken. Für mich kommt das einem Gerichtsurteil mit Geldstrafe gleich (die wohl in vielen Fällen niedriger wäre als die Abmahngebühr). Das geht so nicht; das darf einfach nicht sein, dass sich Anwälte zu Richtern aufschwingen.
Wie wäre es mal wieder mit der guten, alten "sich in Ruhe einigen"-Methode liebe As und liebe Anwälte? Vielleicht wäre der ein oder andere Blogger auch bereit, in einem Eintrag eure Seite zu schildern? Vielleicht versuchen wir es zur Abwechslung mal wieder mit gesundem Menschenverstand statt ständig über zu reagieren?
Einer, den es ganz übel getroffen hat mit der Bloggerhausen-Plage, ist Marcel Bartels. Sein Blog heißt mein-parteibuch.de. In den letzten Wochen hat er drei Abmahnungen und eine gerichtliche Verfügung erhalten. Wie gesagt, ich bin kein Jurist und kann nicht einschätzen, ob zu Recht oder Unrecht. Aber wegen all dem da oben, erscheint jetzt unter jedem neuen Beitrag hier auch ein Link auf mein-parteibuch.de. Und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele draufklicken und ihre Unterstützung bekunden.
Was ist eine Abmahnung? Soweit ich das verstanden habe, läuft das so: A fühlt sich auf den Schlips getreten von B. Der Anwalt von A schreibt einen Brief an B in dem steht, dass er 1. sofort und jetzt gleich vom Schlips steigen soll, 2. in Zukunft einen großen Bogen um den Schlips macht und 3. gaaaaaanz viel Geld dafür bezahlen soll, dass er das jetzt verspricht. Weil der Anwalt von A soviel Mühe hatte mit dem Brief. Falls er Punkt 1-3 nicht befolgt, soll B noch mehr Geld bezahlen.
Das heiß aber nicht, dass B wirklich bei A auf dem Schlips stand. Vielleicht hat A gar keinen Schlips. Oder einen auf den man zwangsläufig drauftreten muss. Egal. Denn A hat ja einen Anwalt.
Etwas anders sieht es da bei der Einstweiligen Verfügung aus, denn dabei sagt ein Gericht, dass B ganz schnell vom Schlips runtergehen soll. Das heißt aber immer noch nicht, dass B wirklich darauf stand, sondern nur, dass das Gericht es auf Bitte von A und seinem Anwalt für möglich hält, dass B auf dem Schlips steht oder stand und das deshalb doch bitte in Zukunft vermeiden möge.
Beide Möglichkeiten machen B jede Menge Ärger und Angst, und zwar ohne, dass klar ist, ob er wirklich auf dem Schlips stand. Das ist unfair, unmoralisch und vorallem: geldgierig. Denn gerade mit Abmahnungen lässt sich hübsch was verdienen.
Das so etwas in unserem Rechtssystem möglich ist, will mir nicht in den Kopf. Weil die Gerichte ausgelastet sind, aber immer mehr kleine As sich auf ihre kleinen schmutzigen Schlipse getreten fühlen, dürfen geldgierige Anwälte Abmahnungen verschicken. Für mich kommt das einem Gerichtsurteil mit Geldstrafe gleich (die wohl in vielen Fällen niedriger wäre als die Abmahngebühr). Das geht so nicht; das darf einfach nicht sein, dass sich Anwälte zu Richtern aufschwingen.
Wie wäre es mal wieder mit der guten, alten "sich in Ruhe einigen"-Methode liebe As und liebe Anwälte? Vielleicht wäre der ein oder andere Blogger auch bereit, in einem Eintrag eure Seite zu schildern? Vielleicht versuchen wir es zur Abwechslung mal wieder mit gesundem Menschenverstand statt ständig über zu reagieren?
Einer, den es ganz übel getroffen hat mit der Bloggerhausen-Plage, ist Marcel Bartels. Sein Blog heißt mein-parteibuch.de. In den letzten Wochen hat er drei Abmahnungen und eine gerichtliche Verfügung erhalten. Wie gesagt, ich bin kein Jurist und kann nicht einschätzen, ob zu Recht oder Unrecht. Aber wegen all dem da oben, erscheint jetzt unter jedem neuen Beitrag hier auch ein Link auf mein-parteibuch.de. Und ich würde mich freuen, wenn möglichst viele draufklicken und ihre Unterstützung bekunden.
Zeitlos - 13. Okt, 10:49



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