How to wohn with Wellensittiche
Die Kaltmamsell hat über Wellensittiche nachgedacht und viele haben geantwortet. Ich mag auch was dazu sagen. Da ich mir hier aber nicht nur mit dem Mann an meiner Seite, sondern auch mit Wellensittichen die Wohnung teile, fällt die Antwort etwas länger aus. Was liegt also näher, als mal einen richtig schönen Sermon darüber zu schreiben, wie es sich denn so lebt mit Wellensittichen?
Zuerst einmal die Randbedingungen:
1. Wellensittiche sind Schwarmtiere und dürfen auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Es heißt natürlich immer wieder: Unser Hansi war so süß, der hat immer mit uns Mittag gegessen und konnte seinen Namen sagen. Das ist aber nicht süß: Das ist Tierquälerei. Hansi hat nämlich einfach keinen Artgenossen gehabt, mit dem er sich sonst beschäftigen konnte.
Mehrere Wellensittiche zu halten, bedeutet allerdings keineswegs, dass die Tiere nicht zahm werden. Das erfordert nur ein wenig Geduld. Empfehlen kann ich da auch die Klicker-Methode.
2. Wellensittiche brauchen Platz. Entweder hat man eine riesige Voilere oder einen großen Käfig plus Freiflug. Bei uns bedeutet das, dass die Käfigtüre von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang offen steht.
Natürlich könnte man sich einen einzelnen Vogel in einer Drahtkiste unter die Decke hängen mit einem großen Futter- und Wasserspender. Das ist einfach und bequem. Halbwegs glückliche Wellis leben allerdings anders. Und dabei schränkt sich der Lebensraum des Besitzers auch schon mal ein.

Mein Wellensittich-Käfig steht auf einem 60 Zentimeter breiten Billy-Regal, über das er an beiden Seiten rausragt. Zurzeit beherbergt er zwei Vögel (Zwei der kleinen Gesellen sind leider im Laufe des vergangenen Jahres gestorben). Eine Ecke des Wohnzimmers ist damit schon mal für andere Zwecke dahin.
Die Vögel lassen sich natürlich nicht vorschreiben wo sie hinfliegen. Manche Lieblingsplätze sind deshalb auch für den Stauraum menschlicher Nutzgegenstände nicht länger geeignet. Wie bei mir das Hängeregal über dem Sofa.

Dass das Sofa, ach, das gesamte Zimmer jeden Tag gesaugt werden muss, bedarf wahrscheinlich keiner Erwähnung. Sterile Sauberkeit ehört mit Wellensittichen endgültig der Vergangenheit an. Im Regal gilt: Keine Bücher, die nochmal gelesen werden sollen, Windradfolie zum Schutz vor der Tapete.
Was ohne Windradfolie passiert? Das:

Bis auf den Putz runtergefressen innerhalb eines halben Tages. Kein Thema für die Schnäbel des Schreckens. Den Vorhangdraht schützt deshalb seit neuestem eine mit Alufolie bespannte Papprolle. Nicht sehr elegant und vielleicht nicht einmal dauerhaft wirksam.

Nicht zu vergessen, dass nur noch ungiftige Pflanzen auf der Fensterbank stehen.

Neben praktisch einem kompletten Wohnzimmer brauchen die beiden Quietschboys einen Topf frisches Wasser zum trinken und baden, eine Schale mit Futter ohne Zusatzstoffe und etwas Grünzeug. Außerdem Sitzstangen aus Holz in verschiedenen Stärken: Das ist gut für die Füße und den Schnabel.
Mit genügend Futter und Wasser ausgestattet, können die Vögel gerne auch ein paar Tage alleine bleiben. Dann gilt es aber alle Türen gründlich zu schließen und Ritzen hinter Möbeln abzudichten. Wer schon mal nach Hause kam und dann einen Wellensittich hinter dem Fernsehschrank vorfischen musste, weiß was ich meine.
Von Vorteil ist auch eine kleine Tischlampe im Zimmer oder ein Nachtlicht. Erhschreckt sich nämlich ein Vogel nachst, gerade alle in Panik, flattern wie irre im Käfig umher und verletzen sich womöglich. Als (hoffentlich gute) Vogelbesitzerin wache ich von dem Flügelschlagen mittlerweile auf, knipse das Licht an und lege mich wieder hin. Die einzig praktikable Lösung beim sogenannten "Nachtschreck".
Was gilt es sonst noch zu beachten? Wellensittiche sind gute Schauspieler. Sie verbergen Krankheiten so lange es irgendwie geht. Deshalb führt bei der kleinsten Aufäligkeit der erste Weg zum Tierarzt und zwar am besten zum Vogelspezialisten. Ich habe es selbst erlebt, dass kranke Tiere mit der falschen Behandlung zu Tode gespritzt wurden. Die richtige Behandlung ist hingegen oft - auch zuhause - aufwenidg und kostet Geld. Viele Mitmenschen leuchtet das leider nicht ein, warum jemand für so viel Geld in eine so kleines Tier investiert. Ich finde: Verantwortung ist Verantwortung, egal ob ich einen 08/15-Welli oder eine seltene Pyton mein Eigen nenne.
Und wofür das alles? Für die Süßen hier (, die damals noch zu dritt waren):

Abgesehen von der teilweise exorbitanten Geräuschkulisse, sind Wellensittiche ansonsten angenehmen pflegeleichte Tiere. Meine beiden sind sich gegenseitig meist genug und mir deshalb auch nach 12-Stunden-Tagen nicht böse. Und weil sie so niedlich sind, kann ich Ihnen auch nie böse sein, wenn sie mal wieder die halbe Tapete weggefetzt haben und das Sofa unter Federn versinkt.
Zuerst einmal die Randbedingungen:
1. Wellensittiche sind Schwarmtiere und dürfen auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Es heißt natürlich immer wieder: Unser Hansi war so süß, der hat immer mit uns Mittag gegessen und konnte seinen Namen sagen. Das ist aber nicht süß: Das ist Tierquälerei. Hansi hat nämlich einfach keinen Artgenossen gehabt, mit dem er sich sonst beschäftigen konnte.
Mehrere Wellensittiche zu halten, bedeutet allerdings keineswegs, dass die Tiere nicht zahm werden. Das erfordert nur ein wenig Geduld. Empfehlen kann ich da auch die Klicker-Methode.
2. Wellensittiche brauchen Platz. Entweder hat man eine riesige Voilere oder einen großen Käfig plus Freiflug. Bei uns bedeutet das, dass die Käfigtüre von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang offen steht.
Natürlich könnte man sich einen einzelnen Vogel in einer Drahtkiste unter die Decke hängen mit einem großen Futter- und Wasserspender. Das ist einfach und bequem. Halbwegs glückliche Wellis leben allerdings anders. Und dabei schränkt sich der Lebensraum des Besitzers auch schon mal ein.

Mein Wellensittich-Käfig steht auf einem 60 Zentimeter breiten Billy-Regal, über das er an beiden Seiten rausragt. Zurzeit beherbergt er zwei Vögel (Zwei der kleinen Gesellen sind leider im Laufe des vergangenen Jahres gestorben). Eine Ecke des Wohnzimmers ist damit schon mal für andere Zwecke dahin.
Die Vögel lassen sich natürlich nicht vorschreiben wo sie hinfliegen. Manche Lieblingsplätze sind deshalb auch für den Stauraum menschlicher Nutzgegenstände nicht länger geeignet. Wie bei mir das Hängeregal über dem Sofa.

Dass das Sofa, ach, das gesamte Zimmer jeden Tag gesaugt werden muss, bedarf wahrscheinlich keiner Erwähnung. Sterile Sauberkeit ehört mit Wellensittichen endgültig der Vergangenheit an. Im Regal gilt: Keine Bücher, die nochmal gelesen werden sollen, Windradfolie zum Schutz vor der Tapete.
Was ohne Windradfolie passiert? Das:

Bis auf den Putz runtergefressen innerhalb eines halben Tages. Kein Thema für die Schnäbel des Schreckens. Den Vorhangdraht schützt deshalb seit neuestem eine mit Alufolie bespannte Papprolle. Nicht sehr elegant und vielleicht nicht einmal dauerhaft wirksam.

Nicht zu vergessen, dass nur noch ungiftige Pflanzen auf der Fensterbank stehen.

Neben praktisch einem kompletten Wohnzimmer brauchen die beiden Quietschboys einen Topf frisches Wasser zum trinken und baden, eine Schale mit Futter ohne Zusatzstoffe und etwas Grünzeug. Außerdem Sitzstangen aus Holz in verschiedenen Stärken: Das ist gut für die Füße und den Schnabel.
Mit genügend Futter und Wasser ausgestattet, können die Vögel gerne auch ein paar Tage alleine bleiben. Dann gilt es aber alle Türen gründlich zu schließen und Ritzen hinter Möbeln abzudichten. Wer schon mal nach Hause kam und dann einen Wellensittich hinter dem Fernsehschrank vorfischen musste, weiß was ich meine.
Von Vorteil ist auch eine kleine Tischlampe im Zimmer oder ein Nachtlicht. Erhschreckt sich nämlich ein Vogel nachst, gerade alle in Panik, flattern wie irre im Käfig umher und verletzen sich womöglich. Als (hoffentlich gute) Vogelbesitzerin wache ich von dem Flügelschlagen mittlerweile auf, knipse das Licht an und lege mich wieder hin. Die einzig praktikable Lösung beim sogenannten "Nachtschreck".
Was gilt es sonst noch zu beachten? Wellensittiche sind gute Schauspieler. Sie verbergen Krankheiten so lange es irgendwie geht. Deshalb führt bei der kleinsten Aufäligkeit der erste Weg zum Tierarzt und zwar am besten zum Vogelspezialisten. Ich habe es selbst erlebt, dass kranke Tiere mit der falschen Behandlung zu Tode gespritzt wurden. Die richtige Behandlung ist hingegen oft - auch zuhause - aufwenidg und kostet Geld. Viele Mitmenschen leuchtet das leider nicht ein, warum jemand für so viel Geld in eine so kleines Tier investiert. Ich finde: Verantwortung ist Verantwortung, egal ob ich einen 08/15-Welli oder eine seltene Pyton mein Eigen nenne.
Und wofür das alles? Für die Süßen hier (, die damals noch zu dritt waren):

Abgesehen von der teilweise exorbitanten Geräuschkulisse, sind Wellensittiche ansonsten angenehmen pflegeleichte Tiere. Meine beiden sind sich gegenseitig meist genug und mir deshalb auch nach 12-Stunden-Tagen nicht böse. Und weil sie so niedlich sind, kann ich Ihnen auch nie böse sein, wenn sie mal wieder die halbe Tapete weggefetzt haben und das Sofa unter Federn versinkt.
Zeitlos - 28. Apr, 20:48
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Louffi - 30. Apr, 11:44
Ja! Da bin ich voll und ganz auf deiner Seite. Wellis alleine zu halten und dazu im Käfig, ist Qual. Mir wären sie zu laut, aber ich mag sie sehr, sie sind so fröhlich und spitzbübisch. Wenn, dann hätte ich auch einen kleinen Schwarm und die wären auch frei. Nur: so mit zwei Katzen im Haus... *grins*
Budenzauberin - 30. Apr, 13:11
*g*
So, und jetzt schreiben Sie den ganzen Beitrag nochmal aus Wellensittichsicht. ;-)
So, und jetzt schreiben Sie den ganzen Beitrag nochmal aus Wellensittichsicht. ;-)
Zeitlos - 30. Apr, 19:16
Das wäre ehrlich gesagt bissel langweilig: rumfliegen, kreischen und alles anfressen oder ankacken was irgendwie Wert hat.
Louffi (anonym) - 30. Apr, 20:48
Das stimmt zwar, aber irgendwas haben die ja doch. Irgendwas Unwiderstehliches.



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