Samstag, 10. Mai 2008

Apropos Spritpreise,...

...fällt mir gerade noch eine Geschichte ein, als ich das bei http://amidelanuit.wordpress.com/ las.

Am Donnerstag war ein harter Tag. Ein richtig harter Tag. Um 5:30 Uhr saß ich im Auto auf dem Weg zur Arbeit und gute zwölf Stunden später erst auf dem Weg zurück. Dazwischen: Eine Hautpversammlung, keine richtige Pause, dafür viel Aufregung und Arbeit.

Kurz vorm Einnicken sitze ich also im Auto auf der Rückfahrt und erlaube mir an roten Ampeln ganz kurz die Augen zu schließen. An jeder roten Ampel, also auch an der vor der einzigen Tankstelle auf der knapp 20 Kilometer langen Heimfahrt. Die Tankanzeige im Auto sagt mir, dass Nachfüllbedarf besteht, und die Anzeige der Tankstelle lockt mit einem Preis von 1,419 €.

"Gute Gelegenheit", denke ich mir, "Billiger wird's sowieso nicht mehr und an den kommenden Wochenenden wird wieder viel gefahren. Kannst du also gleich hier tanken."

Ich schließe die Augen, um die letzten Sekunden der Rotphase zu entspannen, öffne sie wieder, blicke erneut zur Preistafel auf der anderen Seite der Kreuzung. Und was sehen meine müden Augen? 1,489 €.

Da schaut man einmal nicht hin, schon steigt der Preis um sieben Cent. So ist das heute mit dem Sprit.

[Ich bin dann trotz Müdigkeit noch weiter in den nächsten Stadtteil gefahren, wo ich dann noch für 1,41€ mein kleines Töff-Töff füttern konnte.]

Mallorca meets Meer and Münsterland

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...und das Rezept dazu gibt's morgen.

Freizeittipp

Was ein Wetter, welch Sonnenschein! An einem solchen Wochenend-Morgen stellt sich an unserem Frühstückstisch zu allererst die Frage: Was machen wir heute? Ratlos wird der Wanderführer Ruhrgebiet von vorne nach hinten durchgeblättert. Vielleicht die Duisburger Seenplatte? Bestimmt furchtbar überfüllt heute, als 1-a-Ausflugsziel. Kemnader See? Baldeney See? Bestimmt auch nicht so ruhig und abgeschieden, wie wir es gerne haben.

Die Entscheidung wird vertagt: Zuerst geht es in den Fahrradladen und dann ins Gartencenter - Muttern erhält ein Malvenstämmchen zum Muttertag. Schon nach fünf Minuten ist uns klar, dass es heute einfach zu warm ist. Und der Sommer ist in Wirklichkeit ja noch in weiter Ferne!

Der Parkplatz am Gartencenter ist vollkommen überfüllt, die Sonne prallt auf die Autodächer. Die Laune des Mannes an meiner Seite sinkt in gleichem Maße, wie das Thermometer steigt. Was also tun bei dieser Hitze? Wenn es so warm ist, dass man sich am liebsten mit dem Kopf in den Kühlschrank legen möchte? Vielleicht kalt duschen? Schwimmen gehen? Die Unterwäsche im Gefrierfach lagern, wie es die Werbung einst vorschlug?

Nein, die gemeine Wochenend-Hausfrau weiß das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und so fand ich einen Weg, zumindest meine Arme kurzzeitig angenehm kalt zu lagern: Einfach den Tiefkühlschrank abtauen.

Dienstag, 6. Mai 2008

Einfach mal Klappe halten

Wenn man in anderen Blogs auf merkwürdige, blöde, unsinnige Kommentare trifft, dann muss man nichts antworten. Man kann anfangen die Absenderzeilen auszufüllen, die Antwort in Gedanken vorformulieren, innehalten und alles bislang eingetragene wieder löschen. Man muss gar nichts selber schreiben. Da draußen sind so viele Leute, Leser und potenzielle Komentatoren, dass auf merkwürdige, blöde, unsinnige Kommentare bestimmt noch jemand anders etwas passendes antwortet. Also: Arbeit sparen und einfach mal Klappe halten.

Sonntag, 4. Mai 2008

Wer Hunger hat, isst ...: selbstgemachte Gnocchi mit Tomatensoße

Eigentlich müsste ich für dieses Rezept eine eigene Rubrik schaffen namens "Pleiten, Pech und Pannen" oder "Murphy's Law". Zum allerersten Mal habe ich mich getraut Gnocchi selbst zum machen und ich habe irgendwie das Gefühl, dass die nicht so geworden sind wie sie sein sollten.

Da es am Ende aber gut geschmeckt hat und mir vielleicht ja irgendein Leser sagen kann, was ich falsch gemacht habe, gibt es hier trotzdem das Rezept.

Zuallererst habe ich 500 Gramm mehlige Kartoffeln gekocht, gepellt und gestampft.

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Weil der feine Stampf nun aber erstmal kalt werden musste, ging es weiter mit der Tomatensoße. Die Bühne betraten:

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Zwei Knoblauchzehen, die schön fein gehackt in einen guten Schwupps Olivenöl bei mittlerer Hitze im Topf landeten.

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Während der Knoblauch ein wenig vor sich hin schmorte (ohne braun zu werden, denn sonst ist er ganz schnell bitter), habe ich mich um die Tomaten gekümmert. Wer gerne seine Soße zum sChluss durchpassiert und damit ein Sieb und noch einen weitern Topf schmutzig macht, kann sich den folgenden Arbeitsschritt sparen. Alle anderen sollten, wie ich, versuchen, die Strünke und die restlichen Hautfetzen, der Dosentomaten zu entfernen.

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Das ist etwas Arbeit, hat sich aber in diesem Fall schon gelohnt, weil eine der Tomaten von innen faul war. Hätte ich einfch die gesamte Dose in den Topf geschüttet, wäre die Soße hinüber gewesen. So landeten die "entstrunkten" Tomaten beim gehackten Knoblauch und ganz zum Schluss auch der Saft aus der Dose.
Jetzt musste noch Geschmack an die Soße. In diesem Fall Buschbasilikum, Oregano und Salbei, die ebenfalls fein gehackt werden.

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Die Kräuter wurden freundlicherweise von meiner frisch bepflanzten Küchenfensterbank zur Verfügung gestellt. Ich bin mir überigens so gut wie sicher, dass die Soße auch mit normalem Basiliku, oder mit Thymian, oder mit Rosmarin, oder mit...was auch immer sehr gut geschmeckt hätte. Wer also nicht die gleiche Dreier-Kombi vor dem Fenster hat, wirft irgendein anderes Grünzeug in den Topf.

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Um die groben Tomatenstücke zu zerkleiner, gilt es erstmal, ein Utensill vom Beginn dieses kleinen Kochabenteuers zu reinigen: den Kartoffelstampfer. Nachdem ich versucht hatte, der Soße mit Gabel und Kochlöffeln herr zu werden, stellte sich der dr gute alte stampfer als perfektes Instrument heraus.

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Jetzt fehlt der Soße noch etwas Würze: 2 Teelöffel Balsamico Essig, eine gute Prise Zucker und ein wenig Pfeffer gehören noch in den Topf. Der darf dann mit Inhalt für die nächste mindestens halbe Stunde fröhlich vor sich hinköcheln und immer dicker und sämiger werden. Voller Freude wandte ich mich an dieser Stelle wieder der Gnocchi-Herstellung zu. Laut Rezept sollte ein Ei und eine gute Prise Salz hinzugegeben werden. Okay:

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Danach sollte löffelweise Mehl hinzugegeben werden, bis der Teig die richtige Konsistenz hat. Laut Rezept sollte einer genügen.
Das hier ist Löffel Nummer 1:
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Es folgten Nummer 2, 3, 4 und 5. Aber davon Bilder zu zeigen, wäre doch etwas langweilig. Um es kurz zu machen: Es wurde und wurde kein Teig. Es war eine fluffige, vor allem aber klebrige Masse. Sehr klebrig. Richtig klebrig. So ungefähr stelle ich mir die Masse vor, aus der Kroketten gespritzt werden.

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Aber wer lässt sich von so kleinen Hindernissen unterkriegen? Ich nicht. Ich habe kleine, zirka 2x1 Zentimer große Ovale geformt, in Mehl gewendet (wir erinnern uns: klebrige Masse) und mit der Gabel platt gedrückt.
Das Ergebnis sah so aus:

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Anschließend habe ich die kleinen Mistkerle, die mittlerweile am Teller festklebten, in der Pfanne mit Olivenöl gebraten. Das ging erstaunlich gut, auch wenn sie dabei ihre schönen Rillen verloren:

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Vor dem Anrichten habe ich die Tomtatensoße mit Salz abgeschmeckt, die Teller gefüllt und etwas Parmesan darübergehobelt.

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Geschmeckt hat das Ganze wirklich gut: Die Soße war ausgewogen gewürzt und schön tomatig, die Gnocchis außen knusprig und innen fluffig. Jetzt wüsste ich nur noch gerne, wie man tatsächlich Gnocchi-"Teig" herstellt und nicht Gnocchi-"Kartoffelpüree-mit-Universalklebereigenschaften"...

...

Und eines Tages werde ich auch herausfinden, warum der Internet Explorer von Zeit zu Zeit von alleine die Favoriten alphabetisch ordnet. Aber nur wenn er gerade will, nicht wenn ich es möchte.

Freitag, 2. Mai 2008

...

Netter neuer Chef, der sagt: "Wie wäre es denn, wenn Sie alle um eins nach Hause gehen."

Montag, 28. April 2008

How to wohn with Wellensittiche

Die Kaltmamsell hat über Wellensittiche nachgedacht und viele haben geantwortet. Ich mag auch was dazu sagen. Da ich mir hier aber nicht nur mit dem Mann an meiner Seite, sondern auch mit Wellensittichen die Wohnung teile, fällt die Antwort etwas länger aus. Was liegt also näher, als mal einen richtig schönen Sermon darüber zu schreiben, wie es sich denn so lebt mit Wellensittichen?

Zuerst einmal die Randbedingungen:
1. Wellensittiche sind Schwarmtiere und dürfen auf keinen Fall einzeln gehalten werden. Es heißt natürlich immer wieder: Unser Hansi war so süß, der hat immer mit uns Mittag gegessen und konnte seinen Namen sagen. Das ist aber nicht süß: Das ist Tierquälerei. Hansi hat nämlich einfach keinen Artgenossen gehabt, mit dem er sich sonst beschäftigen konnte.
Mehrere Wellensittiche zu halten, bedeutet allerdings keineswegs, dass die Tiere nicht zahm werden. Das erfordert nur ein wenig Geduld. Empfehlen kann ich da auch die Klicker-Methode.

2. Wellensittiche brauchen Platz. Entweder hat man eine riesige Voilere oder einen großen Käfig plus Freiflug. Bei uns bedeutet das, dass die Käfigtüre von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang offen steht.

Natürlich könnte man sich einen einzelnen Vogel in einer Drahtkiste unter die Decke hängen mit einem großen Futter- und Wasserspender. Das ist einfach und bequem. Halbwegs glückliche Wellis leben allerdings anders. Und dabei schränkt sich der Lebensraum des Besitzers auch schon mal ein.

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Mein Wellensittich-Käfig steht auf einem 60 Zentimeter breiten Billy-Regal, über das er an beiden Seiten rausragt. Zurzeit beherbergt er zwei Vögel (Zwei der kleinen Gesellen sind leider im Laufe des vergangenen Jahres gestorben). Eine Ecke des Wohnzimmers ist damit schon mal für andere Zwecke dahin.

Die Vögel lassen sich natürlich nicht vorschreiben wo sie hinfliegen. Manche Lieblingsplätze sind deshalb auch für den Stauraum menschlicher Nutzgegenstände nicht länger geeignet. Wie bei mir das Hängeregal über dem Sofa.

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Dass das Sofa, ach, das gesamte Zimmer jeden Tag gesaugt werden muss, bedarf wahrscheinlich keiner Erwähnung. Sterile Sauberkeit ehört mit Wellensittichen endgültig der Vergangenheit an. Im Regal gilt: Keine Bücher, die nochmal gelesen werden sollen, Windradfolie zum Schutz vor der Tapete.

Was ohne Windradfolie passiert? Das:
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Bis auf den Putz runtergefressen innerhalb eines halben Tages. Kein Thema für die Schnäbel des Schreckens. Den Vorhangdraht schützt deshalb seit neuestem eine mit Alufolie bespannte Papprolle. Nicht sehr elegant und vielleicht nicht einmal dauerhaft wirksam.
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Nicht zu vergessen, dass nur noch ungiftige Pflanzen auf der Fensterbank stehen.
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Neben praktisch einem kompletten Wohnzimmer brauchen die beiden Quietschboys einen Topf frisches Wasser zum trinken und baden, eine Schale mit Futter ohne Zusatzstoffe und etwas Grünzeug. Außerdem Sitzstangen aus Holz in verschiedenen Stärken: Das ist gut für die Füße und den Schnabel.

Mit genügend Futter und Wasser ausgestattet, können die Vögel gerne auch ein paar Tage alleine bleiben. Dann gilt es aber alle Türen gründlich zu schließen und Ritzen hinter Möbeln abzudichten. Wer schon mal nach Hause kam und dann einen Wellensittich hinter dem Fernsehschrank vorfischen musste, weiß was ich meine.

Von Vorteil ist auch eine kleine Tischlampe im Zimmer oder ein Nachtlicht. Erhschreckt sich nämlich ein Vogel nachst, gerade alle in Panik, flattern wie irre im Käfig umher und verletzen sich womöglich. Als (hoffentlich gute) Vogelbesitzerin wache ich von dem Flügelschlagen mittlerweile auf, knipse das Licht an und lege mich wieder hin. Die einzig praktikable Lösung beim sogenannten "Nachtschreck".

Was gilt es sonst noch zu beachten? Wellensittiche sind gute Schauspieler. Sie verbergen Krankheiten so lange es irgendwie geht. Deshalb führt bei der kleinsten Aufäligkeit der erste Weg zum Tierarzt und zwar am besten zum Vogelspezialisten. Ich habe es selbst erlebt, dass kranke Tiere mit der falschen Behandlung zu Tode gespritzt wurden. Die richtige Behandlung ist hingegen oft - auch zuhause - aufwenidg und kostet Geld. Viele Mitmenschen leuchtet das leider nicht ein, warum jemand für so viel Geld in eine so kleines Tier investiert. Ich finde: Verantwortung ist Verantwortung, egal ob ich einen 08/15-Welli oder eine seltene Pyton mein Eigen nenne.

Und wofür das alles? Für die Süßen hier (, die damals noch zu dritt waren):
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Abgesehen von der teilweise exorbitanten Geräuschkulisse, sind Wellensittiche ansonsten angenehmen pflegeleichte Tiere. Meine beiden sind sich gegenseitig meist genug und mir deshalb auch nach 12-Stunden-Tagen nicht böse. Und weil sie so niedlich sind, kann ich Ihnen auch nie böse sein, wenn sie mal wieder die halbe Tapete weggefetzt haben und das Sofa unter Federn versinkt.

Küchenmikado

Was halt so passiert, wenn man beim Kochen das Gummiband von der offenen Spaghetti-Schachtel zieht, mit der anderen Hand die Pfanne schwenkt und gleichzeitig über den kommenden Blogeintrag nachdenkt.

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Hab ich kein Herz, dann hab ich zwei

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Freizeittipp
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Hihi, so mache ich es immer mit Katalogbestellscheinen:...
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Ausgedampft waren sie, aber vielleicht war ich wirklich...
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Na, dann haben Sie ja jetzt ein Rezept :-)
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